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Genre

Bossa Nova Piano

1 Datei in diesem Stil.

Antônio Carlos Jobim, bossa nova composer
Bossa Nova Piano

Die Bossa nova nahm in den späten 1950er Jahren in den Strandwohnungen von Rio de Janeiro Gestalt an, als eine Generation von Musikern begann, die Perkussion des Samba zu etwas Leiserem und Intimerem zu mildern und mit der Harmonik zu verschränken, die sie auf amerikanischen Jazzplatten hörte. Als Wendepunkt gilt gewöhnlich das Jahr 1958, als der Gitarrist und Sänger Joao Gilberto (1931-2019) Chega de Saudade aufnahm, ein Lied des Komponisten Antonio Carlos Jobim (1927-1994) mit einem Text des Dichters Vinicius de Moraes. Sein Debütalbum gleichen Namens folgte 1959 und wird oft die erste Bossa-nova-Platte genannt.

Am Klavier lebt diese Musik in derselben Spannung zwischen einem stetigen Puls und einem Rhythmus, der immer wieder knapp neben dem Schlag landet. Die linke Hand spielt weiche, synkopierte Akkorde anstelle von Gilbertos Gitarre, während die rechte eine Melodie trägt, die kaum je die Stimme hebt. In der Harmonik liegt die Tiefe: große Septakkorde und None, geschmeidige chromatische Basslinien und unaufgeregte Modulationen, die die Farbe eines Stückes verschieben, ohne sich je anzukündigen.

Der Klang reiste schnell. Jobim spielte Klavier auf Getz/Gilberto, dem Album von 1964 mit dem Saxofonisten Stan Getz, das The Girl from Ipanema um die Welt trug, und der Pianist Sergio Mendes baute auf dessen Wärme eine lange Laufbahn. Es ist Musik, die Geduld belohnt, also lohnt es sich, eine Aufnahme zu verlangsamen, um zu hören, wie die Akkorde gesetzt sind und wie weit hinter dem Schlag die Melodie liegt.