Komponist
Zez Confrey
1 Transkription, jede mit getrennter linker und rechter Hand.

Zez Confrey (1895-1971) wurde als Edward Elzear Confrey in Peru, Illinois geboren und als klassischer Pianist ausgebildet, bevor ihm das Selbstspielklavier den Lebensunterhalt sicherte. In den 1910er und 1920er Jahren schnitt er mehr als 170 Rollen für die Firmen QRS und Ampico und lernte dabei das Handwerk des Arrangeurs, eine Klaviatur mit mehr Tönen zu füllen, als zwei Hände bequem bewältigen können. 1921 schrieb er das Stück, das seinen Namen machte, Kitten on the Keys, angeblich entstanden beim Zusehen, wie sich die Katze seiner Großmutter über die Tasten tastete. Die Noten verkauften sich hunderttausendfach und gaben einem ganzen Stil seine Visitenkarte.
Dieser Stil war Novelty Piano: Ragtime-Synkope, gekleidet in die Kunstgriffe des Rollenarrangeurs, mit rasenden Parallelläufen, gebrochenen Oktaven, Ganztonschimmer und Kreuzrhythmen, die auf dem Papier unwahrscheinlich aussahen. Confrey schrieb ebenso für ambitionierte Laien wie für Virtuosen, und Stücke wie Stumbling (1922), Dizzy Fingers (1923) und Nickel in the Slot (1923) fanden das ganze Jahrzehnt hindurch ihren Weg auf die Klaviere der guten Stuben.
Am 12. Februar 1924 teilte er sich in Paul Whitemans An Experiment in Modern Music die Bühne der Aeolian Hall, jenem Konzert, das mit der Uraufführung von Gershwins Rhapsody in Blue schloss. Seine eigenen Nummern, darunter Kitten on the Keys, kamen früher am Abend. Das Geschriebene lohnt langsames, geduldiges Studium: im Übungsmodus auf halbe Geschwindigkeit heruntergenommen, lösen sich seine glitzernden Läufe in schlichte, lehrbare Griffbilder für jede Hand auf.